2017 saßen wir auf der Seite, auf der du jetzt sitzt: Florian als Mitgründer und CEO von LOVOO, Thomas als CFO. Ein Jahr vorher verlor die Firma zeitweise über eine Million Euro im Monat und galt als nicht mehr verkaufbar. Wir haben die Krise trotzdem überwunden, die Firma saniert und zwölf Monate später verkauft.
Vor dem Verkauf haben die Gründer festgelegt, was sie wollen. Am Ende gab es zwei Bieter. Ein Angebot mit hartem Earn-out und der Pflicht, lange zu bleiben, konnten wir ablehnen, weil es das zweite gab. 2020 waren wir noch einmal dabei, im Management von LOVOO, als die Parship Group, hinter der ProSiebenSat.1 und General Atlantic stehen, The Meet Group übernahm, zu einem Unternehmenswert von rund 500 Mio. US-Dollar für die ganze Gruppe.1 Florian hatte LOVOO bis dahin drei Jahre unter dem neuen Eigentümer geführt.
Thomas hat seither über 100 Firmen in Nachfolgen angesehen und bewertet und war an Kapitaltransaktionen mit zusammen rund 700 Mio. € beteiligt. Oft saß er dabei auf der Käuferseite, M&A-Beratern gegenüber. Dort hat er erlebt, dass ein Käufer für einen drei Jahre alten Jahresabschluss einen Abschlag verlangt und dass schön gerechnete Preise eine Firma zwei Jahre am Markt halten. Deshalb schauen wir mit den Augen eines Käufers auf deine Firma, bevor ein Käufer es tut.
1 Quelle: Business Wire, 04.09.2020